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Vivantes Prostatazentrum Berlin

Adenomektomie: die offene Operation

In besonderen Fällen kann auch bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata eine offene Operation notwendig sein. Bei der Adenomektomie wird die Prostata über einen Unterbauchschnitt entkernt.

Was ist Adenomektomie?

Die Prostata-Adenomektomie ist ein offenes Operationsverfahren bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata.

Hier wird das überschüssige Drüsengewebe (Adenom) nicht durch einen Zugang über die Harnröhre abgetragen, sondern über einen kleinen Schnitt im Bereich der Blase oder des Schambeins. Sie wird auch Adenomenukleation genannt, da hier wie bei der HoLEP die Prostata von innen entkernt wird – die Prostatakapsel bleibt erhalten.

Der Begriff "Adenomenukleation" ist zusammengesetzt aus dem griechischen Wort adén für "Drüse" und dem lateinischen enucleare für "entkernen".

Offene OP bei gutartiger Prostata-Vergrößerung

Eine offene Operation wird beim gutartigen Prostatasyndrom (BPS) mittlerweile selten durchgeführt. Für welche Patienten könnte eine Prostata-Adenomektomie in Frage kommen:

Risiken bei einer Prostata-Adenomektomie

Da eine Prostata-Adenomektomie kein minimal-invasiver Eingriff ist, ist sie erhöhten Risiken verbunden:

Bei geübten Operateur*innen entspricht die Komplikationsrate aber etwa der einer transurethralen Resektion der Prostata (TUR-P).

Der Vorteil einer offenen OP: Man kann das Gewebe zur pathologischen Nachuntersuchung ins Labor schicken. Hier wird mikroskopisch untersucht, ob tatsächlich keine Krebszellen zu finden sind. Das gibt Gewissheit.

Potenz nach einer offenen Prostata-OP

Durch die Operation kommt es zu einer "retrograden Ejakulation": Die Samenflüssigkeit wird in die Blase abgegeben und mit dem nächsten Urin ausgeschieden. Man spricht von einem "trockenen Samenerguss". Dadurch kann die Zeugungsfähigkeit beeinträchtigt sein. Erektion und Orgasmus werden dadurch üblicherweise nicht beeinträchtigt!

Bei einer Prostata-Ausschälung bleibt die Gewebekapsel erhalten. D.h. die Nervenbahnen, die für eine Erektion zuständig sind, werden nicht angetastet. Das Risiko für Impotenz durch Nervenverletzungen lässt sich zwar nicht ganz ausschließen, Erektionsstörungen sind aber sehr selten.

Da die störenden Beschwerden nach dem Eingriff verschwinden, sind manche Männer nach dem Eingriff auch zufriedener mit ihrer Sexualität.

 

Spezialist für Prostata-Adenomektomie in Berlin

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Klinik für Urologie im Vivantes Klinikum in Friedrichshain

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